top of page

送信ありがとうございました

Wenn Sekunden wie Jahre wirken: Die Melancholie der Vergänglichkeit in „Frieren“

  • vor 11 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Hallo, ich bin Misaki.

Haben Sie auch manchmal dieses Gefühl? Dass man eigentlich versucht, sein Bestes zu geben, aber wenn man kurz inne hält und zurückblickt, sind die Jahreszeiten wie im Flug vergangen – wie nur ein kurzer Wimpernschlag? Dinge, die sich noch wie gestern anfühlen, sind plötzlich Jahre her, und ein leiser Hauch von Wehmut bleibt zurück.

Genau dieses Gefühl hat mich tief bewegt, als ich „Frieren: Beyond Journey’s End“ gesehen habe.

In dem Moment, in dem die Legende der Helden endet, beginnt die wahre Geschichte. Warum genau dieser „Abschluss“ für die langlebige Frieren eigentlich nur ein neuer Anfang war – und wie die gewaltige Kluft in ihrer Lebensspanne eine schmerzhafte Diskrepanz in der Wahrnehmung von Werten schafft – das möchte ich heute mit euch teilen.

Wenn Jahrzehnte nur „Augenblicke“ sind: Eine unüberbrückbare Zeitspanne

Zu Beginn der Geschichte, in der Welt nach dem Sieg über den Dämonenkönig, werden zehn Jahre für Frieren als eine verschwindend geringe Zeitspanne dargestellt. Für ein Elfwesen wie sie ist dieser Zeitraum kaum mehr als ein kurzer Zwischenstark oder ein flüchtiger Moment auf ihrem Weg.

Doch wie sieht es für uns Menschen aus?

Diese zehn Jahre sind ein bedeutender, unersetzlicher Teil eines menschlichen Lebens.

Ich finde, dass dieses Thema eine starke Parallele zu unserem eigenen Alltag aufweist. Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit? Die Sommerferien fühlten sich damals endlos an. Doch je älter wir werden, desto schneller scheint die Zeit zu rasen. Dieses Phänomen der „beschleunigten Zeit“ wird in der Serie durch die unterschiedlichen Lebensspannen der Charaktere auf eine fast schon grausame, aber wunderschöne Weise verdeutlicht.

Dass das, was für Frieren nur eine „kleine Reise“ war, für einen Menschen eine „ganze Lebensgeschichte“ bedeutet – diese Diskrepanz ist zutiefst berührend.

Stillgestellte Zeit und die Reue des Verstehens

In der Anfangsphase der Geschichte gibt es die Szene der Beerdigung des Helden Himmel. Es ist ein Moment des stillen Abschieds von einem geliebten Gefährten.

In diesem Augenblick erkennt Frieren, dass sie sich nie wirklich bemüht hat, ihn wirklich kennenzulernen, und beginnt zu weinen. Der Schmerz der Reue – das Wissen, dass „ich doch wusste, wie kurz das Leben der Menschen ist...“ – brennt sich tief in ihr Herz ein.

Beim Ansehen dieser Szene musste ich unweigerlich an meine eigenen geliebten Menschen denken. An die Momente, wenn man in seine Heimat oder an die alte Schule zurückkehrt und feststellt, dass sich die Landschaft und die Menschen unmerklich verändert haben. Dieses Gefühl eines unwiederbringlichen Verlusts hat sich in mir mit Frierens Tränen vereint.

Dieses bittere Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber der vergangenen Zeit – das „Hätte ich doch bloß...“ – ist so schwer zu ertragen. Erst angesichts der endgültigen Grenze, die der Tod zieht, beginnt sie zu begreifen, welche enorme Dichte ein menschliches Leben eigentlich besitzt – und sie lernt es durch den Schmerz.

Was bleibt: Den Spuren der Vergangenheit folgen

Auf ihrer Reise folgt Frieren den Fußabdrücken ihrer ehemaligen Gefährten. Den Statuen in den Städten, den kleinen guten Taten, die jemand für einen Fremden vollbracht hat. All diese Dinge haben, ohne dass sie es merkte, den Weg geebnet, auf dem sie heute wandelt.

In der langen Zeitrechnung eines Elfen sind dies fragmentarische Erinnerungen. Es ist ein stiller, wunderschöner Prozess, bei dem sie durch das Rückblicken einen Dialog mit den Verstorbenen neu knüpft.

Wir alle kennen diese Momente, in denen wir uns an etwas erinnern, das Jahre her ist, als wäre es erst gestern gewesen. Materielle Dinge vergehen unweigerlich, aber die „Dichte der Erinnerung“, die in den Herzen anderer bleibt, überdauert den Lauf der Zeit.

Wenn ich sehe, wie Frieren durch ihre Reise die einst getrennten Lebenswelten wieder miteinander verbindet, macht mir das Hoffnung: Vielleicht ist auch unser ganz alltägliches Leben eines Tages der Samen für eine kostbare Erinnerung in jemand anderem.

---

**In verwandten Artikeln besprochen:** Re:Zero – Starting Life in Another World, Atelier Azure, Ascendance of a Bookworm, Chainsaw Man, Demon Slayer (Kimetsu no Yaiba)

Schauen Sie sich auch gerne meine anderen Beiträge an!

Kommentare


Zurück nach oben

Klicken Sie hier, um sich für ein Newsletter-Abonnement zu bewerben

送信ありがとうございました

© 2035 TheHours. Erstellt bei Wix.com.

bottom of page